MH® Kinaesthetics Aufbaukurs
Sie haben den Grundkurs abgeschlossen und wollen tiefer einsteigen: Mit Lernmodell und Bewegungs-Assessments machen Sie die Ressourcen Ihrer Patient*innen sichtbar – auch in komplexen Situationen.
Auf einen Blick
Die Kursbeschreibung
Was ist MH® Kinaesthetics?
MH® Kinaesthetics, das Original, ist eine Lehre der menschlichen Bewegung, die es ermöglicht, die eigene Bewegung in Alltagsaktivitäten wahrzunehmen und schätzen zu lernen. Die so entstehende höhere Bewegungsqualität und Bewegungssensibilität wirkt sich positiv und nachhaltig auf die Gesundheitsentwicklung aus.
Die Gesundheitsentwicklung beschreibt einen lebenslangen Prozess. Jeder Mensch kann diesen in verschiedenen Alltagsaktivitäten und in der Unterstützung von Patient*innen, Bewohner*innen und Klient*innen durch die bewusste Gestaltung von Bewegungen positiv beeinflussen.
Für wen ist der MH® Kinaesthetics Aufbaukurs gedacht?
Für alle, die im Bereich des Gesundheits- und Sozialwesen arbeiten und andere Menschen pflegen, betreuen, unterstützen und fördern und einen Grundkurs Kinaesthetics abgeschlossen haben.
Wieviel Stunden umfasst der MH® Kinaesthetics Aufbaukurs?
3 bis 4 Tage, 18 bis 24 Zeitstunden.
Worum geht es im MH® Kinaesthetics Aufbaukurs?
Im Zentrum des Aufbaukurses stehen neben den alltäglichen Aktivitäten und dem im Grundkurs gelernten Konzeptsystem jetzt auch das Lernmodell.
Die Bewegungsressourcen von Patient*innen, Klient*innen und Bewohner*innen werden im Kontext der spezifischen Bewegungsprobleme und Krankheitsbilder in Form eines Bewegungs-Assessments betrachtet. Dies ist möglich durch das erweiterte Verständnis der differenzierten Bewegungsebenen und deren Bewegung, besonders in den Extremitäten.
Nutzbringende Lernprozesse mit Patient*innen, Klient*innen, Bewohner*innen und Angehörigen zu gestalten, ist mit Bewegung durch „Rückmeldung“ (Feedback Control Theory) möglich. So können alle Beteiligten auf der Grundlage ihrer Möglichkeiten ihren eigenen Weg finden – in der Zeit der Unterstützung / Behandlung und danach.
Was ist das Ziel des MH® Kinaesthetics Aufbaukurses?
Die eigene Bewegung ist der Schlüssel für Gesundheit, Lernen und Selbstständigkeit. Menschen machen Fortschritte in ihrem Genesungsprozess, wenn sie ihre Bewegung in allen alltäglichen Aktivitäten, gleich wie klein sie ist, aktiv einbringen können.
Ziel des MH® Kinaesthetics Aufbaukurses ist es, Bewegungsressourcen in gemeinsamen Lernprozessen zu finden und einzusetzen, um die Selbstständigkeit zu erhalten und zu fördern und immer weniger Hilfe von anderen zu benötigen.
Was wird wie im MH® Kinaesthetics Aufbaukurs gelernt?
Auf die eigene Bewegung in Alltagsaktivitäten zu achten und auf die des Gegenübers. Darüber hinaus:
- Kinaesthetics Konzepte zur Analyse und Dokumentation einsetzen
- Bewegungs-Assessments erarbeiten und gestalten
- Das Lernmodell als Werkzeug kennen lernen
- Bewegungsvarianten für schwierige Aktivitäten entdecken, reflektieren und gestalten
- Bewegungs- und Handlingskompetenz weiter entwickeln
- Erfahrungen und Erkenntnisse in vorhandene Dokumentation integrieren und bei Dienstübergabe weitergeben
Häufige Fragen
Wie viel Zeit sollte zwischen Grund- und Aufbaukurs liegen?
Bewährt hat sich eine Praxisphase von einigen Monaten, in der Sie die Grundkurs-Inhalte im Alltag anwenden – so bringen Sie eigene Situationen und Fragen mit.
Für welche Situationen hilft mir der Aufbaukurs konkret?
Typische Themen der Teilnehmer*innen: Mobilisation bei schwerer Spastik, Begleitung in der Palliativpflege, Positionierung im OP, Transfers bei stark eingeschränkter Eigenaktivität – und deren Dokumentation und Weitergabe im Team.
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