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Kinaesthetics in der Ergotherapie: ein Bildungsangebot wird spezialisiert Entwicklunglaufend

Ergotherapeut*innen arbeiten klientenzentriert und betätigungsorientiert – und stoßen mit Techniken, die „richtig“ oder „falsch“ kennen, an Grenzen. MH® Kinaesthetics bietet etwas anderes: eine Sprache für Bewegung, die erklärt, warum etwas gelingt, und einen Weg, gemeinsam mit Klient*innen Möglichkeiten zu erforschen. Sonja Paul und Sandra Grimm – beide Ergotherapeutinnen und MH® Kinaesthetics-Trainerinnen – entwickeln daraus mit dem Expert*innen-Team Therapie ein eigenes Bildungsangebot. Ein erstes dreitägiges Bildungsangebot in Wien ist für Oktober 2026 in Planung.

TypEntwicklung · laufend
Getragen vonSonja Paul und Sandra Grimm, Ergotherapeutinnen und MH® Kinaesthetics-Trainerinnen
TeamExpert*innen-Team Therapie (Leiterinnen: Sonja Paul, Sandra Grimm)
Geplantdreitägiges Bildungsangebot für Ergotherapeut*innen und Studierende der Ergotherapie, Wien, Oktober 2026 (in Abstimmung)
VeranstalterKMLH AT/IT KG
Logo Maietta-Hatch Kinaesthetics in der Ergotherapie

Logo Maietta-Hatch Kinaesthetics in der Ergotherapie.

Ausgangslage

Was ändert sich, wenn Ergotherapeut*innen MH® Kinaesthetics in ihre Arbeit holen? KMLH hat vier Therapeutinnen gefragt, die zugleich Kinaesthetics-Trainerinnen sind – und aus den Gesprächen eine gemeinsame Grundlage gezogen. Der Befund ist eindeutig: Kinaesthetics ist für sie mehr als eine zusätzliche Methode. Es verändert die therapeutische Haltung – weg vom Korrigieren „pathologischer“ Muster, hin zu einem forschenden Zugang, in dem Klient*innen die Wirkung ihrer eigenen Bewegung erfahren und von innen heraus verändern. Ein Muster wird zur Fähigkeit, die sich nutzen lässt, statt zu einem Fehler, der unterdrückt wird.

Dabei tritt Kinaesthetics nicht in Konkurrenz zu Bobath, PNF oder den ergotherapeutischen Modellen, sondern in einen Dialog mit ihnen: Es liefert das „Warum“ hinter dem „Wie“ der Bewegung, hilft, in etablierten Konzepten individuelle Lösungen zu finden, und übersetzt Betätigungs- und Klientenzentrierung in eine Sprache, die Klient*innen verstehen. Und weil die Prinzipien so grundlegend sind, reichen sie über die Klinik hinaus – bis in die betriebliche Gesundheitsförderung und die eigene Resilienz.

Was bisher geschah

Aus dieser Grundlage haben Sonja Paul und Sandra Grimm, Leiterinnen des Expert*innen-Teams Therapie, ein erstes Kursformat entworfen: drei Tage für Ergotherapeut*innen und Studierende der Ergotherapie, in denen das MH® Kinaesthetics-Konzeptsystem als Analyse- und Interventionsinstrument für die Therapie erarbeitet wird – über die eigene Bewegung, die Bewegung mit Gegenständen und die Bewegung mit anderen Menschen. Ziel ist, dass die Teilnehmenden den Ansatz für die Performanzanalyse, für die klientenzentrierte Zielfindung und Interaktionsgestaltung und für die Reflexion ihrer eigenen Kompetenzen nutzen können – und dabei achtsamer mit ihren eigenen körperlichen und psychischen Belastungen umgehen.

Seit Mai 2026 trägt das Feld ein eigenes Zeichen: „Maietta-Hatch Kinaesthetics® in der Ergotherapie“.

Stand und nächste Schritte

Das erste Bildungsangebot – drei Tage – ist für Oktober 2026 in Wien geplant; ob es zustande kommt, klärt das Team derzeit. Parallel arbeiten die Interviewten an drei Fragen, die aus den Gesprächen hervorgegangen sind: Therapeut*innen brauchen eine fachspezifische Heimat – eigene Formate und eine Gemeinschaft, die ihre Fragen und ihren Wunsch nach Tiefe ernst nimmt; die Organisation selbst muss stabil, wertschätzend und transparent sein, um glaubwürdig nach außen zu wirken; und Kinaesthetics darf nicht nur als individuelle Maßnahme verstanden werden, sondern als Beitrag zur Organisationsentwicklung. Ergebnisse und Termine erscheinen hier und im Bildungskalender.

Was das für Sie bedeutet

Als Ergotherapeut*in: Sie müssen nichts verlernen – Kinaesthetics macht Ihre bestehenden Konzepte flexibler und Ihre Klient*innen zu Mitforschenden. Als Einrichtung: Ein Team, das Bewegung als Lernprozess versteht, arbeitet klientenzentrierter und schützt sich selbst. Nächster Schritt: Lesen Sie die Erfahrungen der vier Therapeutinnen im Beitrag „Von der Technik zur Exploration“ – oder fragen Sie beim KMLH-Office nach dem Bildungsangebot in Wien.

Beteiligte

Quellen: Synthese der Expertinnen-Interviews mit Therapeutinnen (KMLH 2026); Ausschreibungsentwurf „MH® Kinaesthetics für Ergotherapeut*innen“, Wien 2026 (KMLH AT/IT KG); Flyer „Ergotherapie und Kinaesthetics“ (05/2026); Struktur-Papier Teams 08/2026.

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