Implementierungsprozess: Damit MH® Kinaesthetics im Arbeitsalltag ankommt
Ihre Mitarbeiter*innen haben an Kinaesthetics-Kursen teilgenommen, die Motivation war hoch – und im Arbeitsalltag setzt sich das Gelernte nur mühsam durch? Das ist häufig so: Es geht um Verhaltensänderung, und die braucht Zeit, Begleitung und einen Rahmen. In einem Implementierungsprozess verbinden wir Kurse, Praxisbegleitung und Führung so, dass MH® Kinaesthetics Teil Ihrer Abläufe wird. Was Ihre Organisation damit erreichen will, finden wir gemeinsam heraus.
Auf einen Blick
Worum es geht
Warum Kurse allein selten reichen. Viele Einrichtungen ermöglichen ihren Mitarbeiter*innen die Teilnahme an Kinaesthetics-Kursen. Während der Kurse ist die Motivation hoch – im Arbeitsalltag ist die Umsetzung dann oft schwierig, aber möglich. Zeitdruck, eingeschliffene Bewegungsgewohnheiten oder wechselnde Teams bremsen, was im Kurs begonnen hat. Damit Bewegungskompetenz bleibt, braucht es mehr als einzelne Schulungen: Praxisbegleitung als Brücke in den Alltag, Führungspersonen, die den Rahmen schaffen, und einen gemeinsamen Blick darauf, was wirkt.
Einfügen statt hinzufügen. MH® Kinaesthetics soll bei Ihnen kein weiteres Projekt werden, das neben allem anderen läuft. Deshalb schauen wir zuerst auf das, was schon da ist: Ihr Leitbild, Ihre laufenden Vorhaben, Ihre Abläufe. Gemeinsam klären wir, welchen Beitrag Kinaesthetics dazu leisten kann. Im Mittelpunkt stehen die Themen und Aktivitäten Ihrer Teams – nicht das Werkzeug. So wird Bewegungskompetenz Teil von Dokumentation, Dienstübergabe und Fallbesprechung und verbindet sich mit Qualitäts- und Gesundheitsmanagement oder Expert*innenstandards.
Das Werkzeug: das KMLH-Rückmeldemodell®
Das KMLH-Rückmeldemodell® gibt dem Prozess eine Struktur. In seiner Mitte steht die Absicht: das Ergebnis, das Ihre Organisation erreichen will – mit dem Nutzen für Ihre Mitarbeiter*innen und für die Menschen, die sie pflegen und begleiten. Darum liegen vier Felder mit den Menschen, die dafür Verantwortung tragen: Qualifizierung, Integration in die eigene Bewegung und Praxis, Steuerung und organisationale Wirkung. Die Pfeile dazwischen zeigen, worauf es ankommt: in der Praxis begleiten, im Team umsetzen, Arbeitsstrukturen anpassen, Vernetzung.
Mit dem Modell bestimmen Sie, wo Ihre Organisation steht, legen Schritt für Schritt die nächsten Maßnahmen fest und machen den Kompetenzzuwachs sichtbar – in der Lenkungsgruppe, im Meilensteinmeeting oder in der Teambesprechung. Das funktioniert für einen Träger mit mehreren Einrichtungen ebenso wie für eine einzelne Einrichtung oder einen Bereich.

Querverweis: KMLH arbeitet selbst mit einer Übertragung dieses Modells auf die eigene Organisation Wir über uns.
Wer was beiträgt
Führungspersonen der Organisation legen die Absicht fest, verbinden sie mit Leitbild und laufenden Vorhaben, schaffen Zeit und Rahmen und passen – wenn es so weit ist – Arbeitsstrukturen an.
Direkte Vorgesetzte gehen mit gutem Beispiel voran, planen Zeit für Kurse und Praxisbegleitung ein, vereinbaren mit dem Team Ziele und machen die Umsetzung regelmäßig zum Thema der Teambesprechung.
Trainer*innen gestalten Grund-, Aufbau- und Zertifizierungskurse sowie Praxisbegleitungen und beziehen Ihre Ziele in jedes Bildungsangebot ein.
Zertifizierte Anwender*innen (ZAK) sind Kolleg*innen aus dem eigenen Team, die sich im Zertifizierungskurs qualifiziert haben und im Auftrag ihrer Vorgesetzten andere während der Arbeit begleiten – in Pflege und Betreuung, in Workshops und Arbeitsgruppen.
Mitarbeiter*innen bringen das Gelernte in die eigene Bewegung und in ihre Arbeit und tauschen sich im Team darüber aus.
KMLH berät, begleitet den Prozess und moderiert Standortbestimmungen und Meilensteinmeetings.
Die Verantwortung liegt nicht bei einer einzelnen Person. Weil alle Beteiligten ihren Teil kennen, läuft der Prozess auch weiter, wenn jemand die Organisation verlässt.
So verläuft ein Implementierungsprozess
1Erstgespräch
Wir klären Ihr Anliegen und schauen, was schon da ist: Leitbild, Strukturen, laufende Vorhaben.
2Kick-off
Alle Beteiligten erfahren, was Ihre Organisation erreichen will und wie der Prozess abläuft.
3Standortbestimmung und Ziele
Die Führungspersonen bestimmen den Ausgangspunkt und vereinbaren Ziele und Maßnahmen – auf Wunsch in einem Seminar für das Management.
4Kurse und Praxisbegleitung
Mitarbeiter*innen nehmen an Grund- und Aufbaukursen teil, eine Gruppe qualifiziert sich im Zertifizierungskurs zu zertifizierten Anwender*innen. Praxisbegleitung trägt das Gelernte in den Alltag.
5Umsetzung im Team
Teams wählen eigene Ziele, Vorgesetzte steuern die Umsetzung, Ergebnisse fließen in Dokumentation und Dienstübergabe.
6Meilensteine
Einmal im Jahr schauen alle Beteiligten gemeinsam mit KMLH auf den Stand: Was wirkt? Was braucht es als Nächstes?
7Verankern
Sind die Teams gut aufgestellt, wird Kinaesthetics Teil von Einarbeitung, Fallbesprechung und Pflegevisite. Auf Wunsch schließt der Auszeichnungsprozess an.
Reihenfolge und Takt stimmen wir auf Ihre Ausgangslage und Ihre Ressourcen ab.
Für Führungspersonen: das Seminar „Führen – Folgen und Bewegen“
Wie jemand führt und folgt, zeigt sich zuerst in der Bewegung. Im MH® Kinaesthetics Seminar „Führen – Folgen und Bewegen“ bearbeiten Führungspersonen und Führungsteams Themen ihres beruflichen Alltags aus der Perspektive der eigenen Bewegung. Im Implementierungsprozess ist das Seminar ein eigener Baustein. Seminar „Führen – Folgen und Bewegen“
Woran Sie Fortschritt erkennen
Fortschritt soll sichtbar werden, nicht erst am Ende. Dafür gibt es einen eigens entwickelten Reflexionsbogen, abgeleitet aus dem KMLH-Rückmeldemodell®. Er kann zu Beginn, zwischendurch und jährlich von allen Beteiligten eingesetzt werden und zeigt, wie Führungspersonen, Trainer*innen, zertifizierte Anwender*innen und Mitarbeiter*innen den Prozess erleben – etwa den Rückhalt in der Organisation, die verfügbare Zeit oder die Integration in den Alltag. Gerade die Unterschiede zwischen diesen Blickwinkeln zeigen, wo die nächsten Schritte liegen. Gespräche, Online-Befragungen und die Dokumentation der Praxisbegleitungen ergänzen das Bild. Begleitforschung (Evaluierung)
Was eine gelingende Implementierung braucht
- ein klarer Auftrag und Klarheit darüber, wer welche Aufgabe und Rolle hat
- die Beteiligung von Führung, Mitarbeiter*innen, Fachexpert*innen und Trainer*innen
- qualifizierte Trainer*innen aus dem jeweiligen Fachgebiet
- zertifizierte Anwender*innen in den Teams, die Kolleg*innen im Alltag begleiten
- Kurse und Praxisbegleitungen, die im Dienstplan eingeplant sind
- Kinaesthetics als fester Punkt in Team- und Fallbesprechungen und in der Übergabe
- neue Mitarbeiter*innen, die von Anfang an einbezogen werden
- moderierte Meilensteinmeetings, in denen Erreichtes reflektiert und neue Ziele vereinbart werden
Auffrischungen, regelmäßige Workshops und praxisnahe Begleitung sorgen dafür, dass das Erreichte bleibt.
Und danach: der Auszeichnungsprozess
Ein kontinuierlicher Implementierungsprozess ist die Voraussetzung für eine Auszeichnung. Im Auszeichnungsprozess – in der Regel 12 bis 15, höchstens 24 Monate – finden Standortbestimmungen, praktische Assessments und Meilensteinmeetings statt. Am Ende würdigt KMLH die Organisation und die beteiligten Menschen. Auszeichnungsprozess
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Implementierungsprozess?
Er ist auf mehrere Jahre angelegt; wie lange genau, hängt von Größe, Ausgangslage und Zielen Ihrer Organisation ab. Einmal im Jahr ziehen alle Beteiligten gemeinsam Bilanz. Wenn Sie den Prozess mit einer Auszeichnung verbinden, dauert der Auszeichnungsprozess in der Regel 12 bis 15, höchstens 24 Monate.
Wir hatten schon Kurse – können wir trotzdem einsteigen?
Ja. Die Standortbestimmung setzt dort an, wo Ihre Organisation heute steht – auch wenn schon Kurse stattgefunden haben oder bereits zertifizierte Anwender*innen und Trainer*innen im Haus sind. Vorhandenes Können wird gezielt dort eingesetzt, wo noch Entwicklung gebraucht wird.
Brauchen wir eigene Trainer*innen?
Nicht unbedingt. Kurse und Praxisbegleitung können interne oder externe MH® Kinaesthetics-Trainer*innen übernehmen. Im Lauf des Prozesses können interne Trainer*innen so begleitet werden, dass sie Standortbestimmungen und Meilensteinmeetings später selbst gestalten.
Was machen zertifizierte Anwender*innen?
Sie sind Kolleg*innen aus dem eigenen Team mit einer Zusatzqualifikation aus dem Zertifizierungskurs. Im Auftrag ihrer Vorgesetzten begleiten sie andere während der Arbeit, gestalten Workshops und bringen Kinaesthetics in Dokumentation und Übergabe ein.
Passt das zu unseren bestehenden Konzepten?
Ja, darauf ist der Prozess angelegt. MH® Kinaesthetics wird mit dem verbunden, was bei Ihnen läuft – etwa Qualitäts- und Gesundheitsmanagement, Expert*innenstandards, Einarbeitung oder Fallbesprechungen.
Wie viel Zeit brauchen unsere Teams?
Das stimmen wir auf Ihre Ressourcen ab. Bewährt hat sich, Kurse und Praxisbegleitungen fest im Dienstplan einzuplanen und Kinaesthetics regelmäßig in Team- und Fallbesprechungen aufzugreifen.
Was kostet eine Implementierung?
Umfang und Kosten richten sich nach Ihrer Organisation und Ihren Zielen. Nach einem Erstgespräch erhalten Sie ein Angebot. Informationen zu Fördermöglichkeiten finden Sie unter Förderungen.