KMLH

Auszeichnungsprozess: gelebte Bewegungskompetenz sichtbar machen

Ihre Organisation arbeitet seit Längerem mit MH® Kinaesthetics – Kurse finden statt, zertifizierte Anwender*innen begleiten Kolleg*innen, Kinaesthetics gehört zu Übergabe und Dokumentation. Der Auszeichnungsprozess macht sichtbar, was Ihre Teams erreicht haben: mit Standortbestimmungen, praktischen Assessments vor Ort und einer Würdigung durch KMLH.

Auf einen Blick

Für wenOrganisationen und Fachbereiche mit einem laufenden ImplementierungsprozessVoraussetzungein kontinuierlicher, gelingend umgesetzter Implementierungsprozess – Grund- und Aufbaukurse über längere Zeit, zertifizierte Anwender*innen im HausDauerin der Regel 12 bis 15, höchstens 24 MonateAblaufKick-off · Assessment 1 · Umsetzung mit Meilensteinmeeting · Bericht · Assessment 2 · AuszeichnungGültigkeitdrei Jahre ab Erhalt des Zertifikats; danach Re-AuszeichnungQualitätLQW-zertifiziert · Ö-Cert anerkannt

Worum es geht

Die Auszeichnung ist kein Prüfungstag, sondern ein Prozess: Über ein bis zwei Jahre schauen Ihre Teams gemeinsam mit KMLH darauf, wie MH® Kinaesthetics in Pflege und Betreuung gelebt wird – und entwickeln es weiter. Am Ende steht das Zertifikat für Ihre Organisation oder Ihren Fachbereich. Es gilt drei Jahre; die Empfehlungen aus dem Prozess münden in den nächsten Turnus.

Organisationen verbinden damit unterschiedliche Absichten: die Qualität von Pflege und Betreuung sichern, Gesundheitsförderung und Prävention während der Arbeit, Entwicklung im Rahmen des Gesundheitsmanagements, eine wertschätzende Team- und Organisationskultur, das eigene Leitbild im Tun sichtbar machen.

So verläuft der Auszeichnungsprozess

1Kick-off

Führungspersonen, Trainer*innen, zertifizierte Anwender*innen und Teams erfahren, was der Prozess umfasst und was Ihre Organisation damit erreichen will.

2Assessment 1

KMLH ist vor Ort: Je Bereich ein Gespräch über den Stand, eine Beobachtung realer Pflege- und Betreuungssituationen und eine gemeinsame Reflexion. Daraus entstehen Ziele und Maßnahmen je Bereich – festgehalten in einem Kurzbericht mit Empfehlungen.

3Umsetzung in der Praxis

Die Teams arbeiten an ihren Zielen; zertifizierte Anwender*innen begleiten Kolleg*innen; die Ergebnisse fließen in Dokumentation und Übergabe. Nach etwa sechs bis acht Monaten reflektiert ein Meilensteinmeeting den Stand – bei längerer Laufzeit auch zwei oder drei.

4Bericht

Etwa einen Monat vor dem zweiten Assessment beschreibt Ihre Organisation, was sich seit dem ersten verändert hat.

5Assessment 2

Wieder vor Ort, mit demselben Ablauf: Gespräch, Praxisbeobachtung, Reflexion – diesmal mit Blick auf den Kompetenzzuwachs der Teams.

6Auszeichnung

In einer Feier übergibt KMLH das Zertifikat und würdigt die Organisation und die beteiligten Menschen. Im Leitbild von KMLH heißt es: „Gemeinsam mit Dr. Frank Hatch zeichnen wir Organisationen aus, die nachhaltige Lern- und Entwicklungsprozesse erfolgreich umsetzen.“

Wie ein Assessment abläuft

Ein Assessment ist keine Kontrolle, sondern eine Standortbestimmung ohne Druck. Es beginnt gemeinsam im Plenum; dann folgt je Bereich dieselbe Abfolge: ein Gespräch von etwa 15 bis 30 Minuten (Was ist umgesetzt? Welche Ziele bestehen? Was ist im Alltag realistisch? Wo liegen Stolpersteine?), die Beobachtung realer Situationen – etwa Bewegen in Rücken- oder Seitenlage bei der Körperpflege, Transfers, Verbandwechsel – und eine Reflexion mit dem Team von etwa 45 bis 60 Minuten: Was wurde wie gemacht? Was hat es für die Patient*in und für die Gesundheit der Mitarbeiter*innen verändert? Auch ambulante Bereiche und Hausbesuche sind möglich.

Beobachtet werden die interne Kompetenz, die Umsetzung im Alltag, das Miteinander der Ebenen, Reflexion und Lernzuwachs, Gesundheitsförderung im Arbeitsprozess, die organisationale Entwicklung je Einheit und die Dokumentierbarkeit.

Zielwerte des Verfahrens

Das Verfahren sieht als Orientierung Zielwerte vor, die eine Organisation im Auszeichnungsprozess anstrebt: 60 bis 80 Prozent der Mitarbeiter*innen in der Pflege haben einen Grundkurs, 40 bis 60 Prozent einen Aufbaukurs abgeschlossen oder sind im Prozess dazu; eine aktive Gruppe zertifizierter Anwender*innen begleitet die Praxis; ein dokumentierter Entwicklungsprozess zeigt Wirkung. (Zielwerte laut KMLH-Verfahrensbeschreibung zum Auszeichnungsprozess.)

Häufige Fragen

Wie lange dauert der Auszeichnungsprozess?

In der Regel 12 bis 15 Monate, höchstens 24 – abhängig von Größe und Ausgangslage Ihrer Organisation. Die Dauer vereinbaren wir gemeinsam mit dem Management; sie folgt der Entwicklung der Kompetenzen, nicht einem festen Zeitplan.

Können wir ohne Implementierungsprozess starten?

Nein – der Auszeichnungsprozess setzt einen kontinuierlichen Implementierungsprozess voraus. Wenn Sie nach einzelnen Kursen den Bildungsprozess von Beginn an systematisch aufbauen möchten, beginnen Sie mit Implementierungsprozess.

Was passiert nach der Auszeichnung?

Das Zertifikat gilt drei Jahre. Die Empfehlungen aus dem zweiten Assessment sind der Ausgangspunkt für den nächsten Turnus – die Re-Auszeichnung.

Wer ist beteiligt?

Oberes Management, direkte Vorgesetzte, Trainer*innen, zertifizierte Anwender*innen und die Teams – jede Ebene in ihrer Funktion. KMLH begleitet, moderiert die Meilensteinmeetings und führt die Assessments durch.